Unsere Routinen

Hier rebloge ich einen Blogpost von Rick Siebert
Die Scheiße nennt mensch Lohnarbeit. Aber Routinen beginnen schon in der Schule. Wir werden von anfang an darauf getrimmt uns dem Alltag zu ergeben und einfach unseren Platz auszufüllen der ein Rädchen der Maschine darstellt.

„Was ist das denn für ein Leben das wir hier leben? Wecker klingeln, sich umdrehen, die verquollenen Augen zusammenkneifen, durchatmen und auf das zweite Weckerklingeln warten. Aufstehen, Quälend. Jeder Zelle deines Körpers Schreit nach Schlaf. Erste Routine des Tages. Kaltes Wasser ins Gesicht obwohl man den Schlaf nicht loswerden will. Das Waterboarding der Werktätigen. Gang zum Schrank. Irgendwas greifen. Überstreifen. Währenddessen zur Kaffeemaschine trotten. Wasser rein. Zu viel Pulver. Schlürfendes Röcheln. magenschonenden Joghurt aus Plastikbechern in den Mund stopfen. Aufstoßen. Kaffee in die Tasse. Bitterer Geschmack im Mund. Auf dem Balkon die erste Zigarette. Husten. Blick auf die Uhr. Schon wieder zu spät dran. Hastig nach der Jacke greifen, Die Treppen runterstolpern. Gang zur Arbeit. Anonyme Gesihhter schweben dir vorbei. Die Sklaven der Lohnarbeit. Zweiter Kaffee vom Kiosk. Wässrig und so durchsichtig das du das Recyclinglogo auf dem Boden siehst. Angerempelt werden. Das Surren der automatischen Tür vor deiner Arbeit. Den Körper straffen, falsches Lächeln aufsetzen. 8 Stunden eine Figur spielen die du nicht bist. Eine Maske die du aufgesetzt hast. Nach 8 Stunden wieder das surren. Das dumpfe hämmern im Kopf zwischen Schläfe und Augenhöhlen. Weg nach Hause. Der Drang abzuschalten. Verlangen nach Bier und Ruhe. Zuhause am Briefkasten Werbung für neuen Scheiß den du kaufen sollst und Rechnungen für Dinge die du eigentlich nicht brauchst. Aufs Sofa fallen. TV einschalten. Gestellte Realität. Streit, Liebe. Du saugst die Emotionen in dir auf. Emotionen die du nicht mehr fühlst. Fernseher aus. Leere. Ins Bett fallen.“

Ist es das was wir wollen? Ist es das was uns ausfüllt?


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