Tut mir leid, aber hier kann ich nicht feiern …

Sicher mag es viel und berechtigte Kritik an dem geben, was ich in den nächsten Zeilen schreiben werde. Aber seit einigen Wochen beschäftige ich mich immer wieder mit einem Thema über das ich nun schreiben will: Homo- und Bisexualität.

Ich habe dieses Jahr meine ersten homosexuellen Erfahrungen gemacht und mich, mir selbst und anderen gegenüber zu meiner Bisexualität bekannt. Aber wenn ich an Veranstaltungen wie den CSD in Dresden denke, dann habe ich einen faden Beigeschmack. (Und das schon bevor ich erfahren habe, dass der Toleranzpreis des CSD an Helma Orosz von der CDU verliehen wurde.)
Sorry, aber ich kann in dieser homo- und transfeindlichen Gesellschaft nicht feiern. In verschiedenen Ländern wurde Homosexualität wieder unter Strafe gestellt und ein Klima für homo- und transfeindliche Gewalttaten geschaffen. Und Russland ist da nur die Spitze des Eisberges. Aber auch in westlichen Staaten, wo ja angeblich Toleranz gegenüber nicht-normativer Sexualität herrscht, spüre ich ein Klima, dass Menschen dazu treibt ihre sexuellen Neigungen zu verleugnen oder sich als „geistig gestört“ behandeln zu lassen. Auch hier werden Menschen in den Suizid getrieben, weil sie mit dem Hass, der ihnen aus ihrem Umfeld entgegenschlägt nicht klar kommen.
Daher möchte ich noch folgendes loswerden: Ich bin unglaublich dankbar dafür, dass ich inzwischen in einem linksradikalen Umfeld zuhause bin, ich dem ich experimentieren und entdecken konnte. Die homophobe Sozialisierung durch meinen Freundeskreis hat das zu Schulzeiten verhindert.

In dem Sinne: Stonewall was not a streetparty – still fighting homophobia!


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